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Kinderfeuerwehr auf dem Berge lernt über Brunser Hilfsbereitschaft

25.04.2018

 

Die Kinder und Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr auf dem Berge nutzten den beginnenden Frühling, um eine Wanderung in den Hubewald zu machen. Treffpunkt war das Zollhaus in Brunsen. Der ansteigende Weg, entlang der Kirschenplantage, mit Ausblick aufs das Wolfsgehege, führte sie bis an die Radbreite, circa 400 m nördlich des Hubegrillplatz. Dort gab es für die Kinder eine interessante Beobachtung zu machen. Neben der alten Hubestraße steht ein beschrifteter Stein unter einem Schutzdach. Diese Schrift im sogenannten „Weinstein“ erzählt eine traurige Geschichte. Ortsbrandmeister Ingo Gebauer erklärte den Kindern und Betreuerinnen, was sich an dieser Stelle im Jahre 1484 abgespielt hat. Ein durchreisender Weinfuhrmann verunglückte an dieser Stelle mit seinem Fuhrwerk schwer. Er wurde von den Einwohnern Brunsens ins Dorf gebracht und gepflegt. Der Mann konnte aber nicht gerettet werden und verstarb, nachdem er vom Kaplan aus Brunsen die letzte Ölung erhalten hatte. Die Gemeinde gewährte ihm sehr bereitwillig ein Grab auf dem dortigen Friedhof. In seinem Testament stiftete er, aus Dankbarkeit für seine Pfleger, sein Vermögen dem Rat der Stadt Einbeck, wobei er die Bedingung stellte, dass die Gemeinde Brunsen auf ewige Zeiten ein Stübchen (fast vier Liter) Wein für das heilige Abendmahl erhalten sollte.
Es ist natürlich klar, dass die Kinder es jetzt genauer wissen wollten: Was ist mit den Pferden passiert? Hat man das Fuhrwerk den auch geborgen? Wie ist der Händler ins Dorf transportiert worden? Und wer hat diesen Stein aufgestellt? Alle Fragen konnten nicht beantwortet werden, denn die Zeit hat viele Details dieser Sage verschwimmen lassen. Aber eines wurde den Anwesenden schnell klar: Brunser sind hilfsbereite Leute!
Und das zeigte sich an diesem Tag auch wieder und das gleich zweimal! Zuerst sorgte die freiwillige Feuerwehr dafür, dass die Kinder mit Getränken und Bratwurst gestärkt wurden. Und dann half der Brunser Ortsbrandmeister der kleinen Marieke, die nach einem Sturz ihre Hand mit einer Kompresse kühlte und keine weitere Hand für ihre Bratwurst frei hatte, beim Essen. Ein kurzer Blick genügte und die in Ketchup getauchte Wurst wurde zum Abbeißen hingehalten! Die Kinder und Betreuerinnen bedankten sich für diesen Service bei den Kameraden.
Somit ist wieder einmal ein ereignisreicher Kinderfeuerwehrdienst gehalten worden, bei dem die 6 -12 jährigen etwas zur Geschichte in der unmittelbaren Nähe ihres Zuhauses lernten. Die Kinder sind schon gespannt auf den nächsten Mittwochsdienst. Auch da werden wieder interessante Dinge gelernt und erlebt.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Kinderfeuerwehr auf dem Berge lernt über Brunser Hilfsbereitschaft

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Kinderfeuerwehr am Weinstein (25.04.2018)

Kinderfeuerwehr auf dem Berge lernt über Brunser Hilfsbereitschaft